NSB Type 19a

Die NSB Type 19a war eine Dampflokomotivbaureihe der Norges Statsbaner (NSB), die für den Einsatz vor Erzzügen auf der Ofotenbahn beschafft wurde. Die norwegischen Bahnstrecken, die dem Staat gehörten, waren zu der damaligen Zeit administrativ eigenständige Einheiten. So wurden die neun Lokomotiven der Ofotbane (OB) zugeteilt.

Die von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) entwickelten Lokomotiven wurden zudem auch von Hamar Jernstøberi in Norwegen gebaut. Die Nassdampf-Verbunddampflokomotive 19a waren die Grundlage für die Heißdampf-Lokomotiven der Typen 28a und 28b.

Geschichte

Die NSB schrieben 1899 die Beschaffung von Lokomotiven für die Beförderung von Erzzügen auf der im Bau befindlichen Ofotbane zwischen Narvik und Riksgränsen aus, die Bestellung erfolgt am 27. Februar 1900. Die Strecke hatte auf 70 % der Streckenlänge Kurven von 300 bis 400 m Radius und durchgehend eine Steigung von 12 bis 17 ‰. Die Lokomotiven sollten vier Kuppelachsen und eine Vorlaufachse haben und dabei in der Lage sein, bei 18 km/h eine Zugkraft von 9 t auszuüben, wobei die Achslast von 15,5 t nicht überschritten werden durfte.

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Die Ausschreibung wurde gegen internationale Konkurrenz von der SLM gewonnen, welche 1900 einen Auftrag über die Lieferung von sechs Lokomotiven erhielt. Es waren damals die größten und stärksten Lokomotiven, die der Hersteller bis dahin gebaut hatte und im Mai und Juni 1902 mit den Nummern 151–156 zu Eröffnung der Strecke ablieferte. Zuvor waren auf der Gotthardbahn Probefahrten ausgeführt worden, bei denen 200-t-Züge auf der 26-‰-Rampe ohne Probleme geführt werden konnten. Die Zugkraft der Lokomotive wurde daraufhin auf 9,8 t bei einer Geschwindigkeit von 22 km/h geschätzt, was wesentlich über den vertraglich festgelegten Werten lag.

Wegen des ansteigenden Verkehrs auf der Ofotbane waren zusätzliche Lokomotiven nötig, so dass Hamar Jernstøberi nach Plänen der SLM weitere drei Lokomotiven baute, die mit Nummer 160 (Hamar 32) im Januar 1909 und mit Nummer 161 und 162 (Hamar 50 und 51) Anfang 1910 abgeliefert wurden.